Autopoesia

2008/2013, Videoinstallation, Digital Video, 4:3, Farbe, Ton, 25:51 min

Das Bild und Tonmaterial zur Videoarbeit Autopoesia entstand während der gleichnamigen Performance, welche zur Münchner Biennale 2008 uraufgeführt wurde. Für dieses Projekt arbeitete Vera Müller mit dem Komponisten und Dirigenten Peter Stangel zusammen.

Die Bewegung eines Orchesters wird durch Video-Performance gesteuert. Das vorbereitete visuelle Material, animierte Kamerafahrten über eingescannte abstrakte Aquarelle, wird mit einem analogen Videomischpult in Echtzeit abgefahren. Jeder Musiker des Orchesters wiederholt ein vorgegebenes Mikro-Thema, so dass aus dem Zusammenspiel aller Beteiligten eine schillernde Klangkomposition entsteht. Durch die jeweilige Reaktion des Orchesters auf die Video-Performance wird wiederum die Video-Künstlerin in ihrer Auswahl des abzuspielenden Videomaterials beeinflusst. Im Spannungsfeld zwischen individueller Entscheidung und Rückmeldung von allen anderen, entsteht die sich selbst schaffende (autopoetische) Form.

Die Videoarbeit Autopoesia ist für den musealen Ausstellungsraum konzipiert. Das Live-Bild der Performance wird hier zur großformatigen Videoinstallation, welche einen weißen Vorführraum mit den leuchtenden Farben des Aquarells zum Flirren bringt.

 

Ermöglicht durch das PROJEKTSTIPENDIUM JUNGE KUNST / NEUE MEDIEN FÜR MUSIK.